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Die Kapelle

Die Kapelle ist das prunkvollste Gebäude der Burg Kreuzenstein und zugleich ein Kleinod sakraler mittelalterlicher Handwerkskunst, das beispielhaft für die große Sammelleidenschaft und das kunsthistorische Sachverständnis des Burgherren steht.

Die Flügel der prachtvollen Eichentüre des Eingangs zeigen ein Relief mit der Darstellung der Hl. Maria und der Hl. Elisabeth: eine detailgetreue Nachbildung der bekannten spätgotischen Kirchentüre der Kirche Maria Himmelfahrt in Irrsdorf im Salzburger Flachgau, die von einem unbekannten Salzburger Schnitzmeister um das Jahr 1408 geschaffen wurde.

Das prächtigste Exponat der Burgkapelle ist der gotische Flügelaltar, zusammengesetzt aus 47 originalen Holzschilden und Tafeln aus dem 15. Jhdt., geschaffen von dem Tiroler Bildhauer Johann Grissemann aus Imst und gefasst von dem Münchner Maler Alois Müller.

Der Elfenbein-Christus des Altars stammt aus Barcelona, das Innere des Tabernakels ist mit Goldstickereien geschmückt, die Gräfin Lucia Wilczek, eine Tochter des Burgherren, persönlich anfertigte. Der gemalte Wandteppich hinter dem Altar ist eine Nachbildung des bekannten Regensburger Teppichs aus dem 14. Jhdt., die kostbaren Glasmalereien der 30 Felder der schlanken Spitzbogenfenster sind Arbeiten des 15. Jahrhunderts, die zum Teil aus der Grazer Schlosskapelle stammen. Älteste Stücke der Kapelle sind das vermutlich aus dem 8. Jhdt. stammende Steinrelief mit der Darstellung einer frühchristlichen Taufe hinter dem romanischen, mit Bandornamenten geschmückten Taufbecken sowie die Statue des Hl. Roland aus dem 11. Jhdt. neben der Eingangstüre. Zwei Spitzbögen an der Südwand trennen die Kapelle  von einem halbkreisförmigen Raum mit Kuppelgewölbe, dessen Rückwand von Säulen aus Granit vom Kitzsteinhorn gestützt wird. Das Kuppelgewölbe enthält Mosaik-Darstellungen einer Madonna aus San Marco in Venedig und zweier Engel aus Torcello.

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